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https://www.matelma.com/de-de   /    Freitag 21. Juni 2019

Katzen aus dem Garten vertreiben: alle friedlichen Mittel im Überblick

Was kann ich gegen Katzen im Garten tun?
Die meisten Menschen stellen sich bei einer Katze ein süßes, liebes Tier vor. Wie lieb und hübsch sie für viele auch sein mögen, manche Gartenfreunde sind anderer Meinung. Vor allem in kleinen Gärten können Katzen zur Plage werden. Sie wühlen Löcher, graben dabei Pflanzen aus oder zerstören sie und verjagen schöne Vögel - wenn sie sie nicht gleich auffressen! Alles gute Gründe, sich über Katzen zu ärgern. Dabei sollte man auch daran denken, dass Katzen auch aus dem Gemüsegarten ihre Toilette machen und mit ihren Fäkalien Krankheiten auf den Menschen übertragen können.

Im Folgenden ein paar Tipps, um die lieben Vierbeiner daran zu hindern, ihre übelriechenden Fäkalien in unseren Gärten zurückzulassen -  und ohne dass Sie deshalb Probleme mit ihren Besitzern bekommen!

Es gibt viele Methoden und Mittelchen, die Katzen verjagen sollen. Da Gartenfreunde oft auch Tierfreunde sind, versuchen wir zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Deshalb versuchen wir es zunächst einmal mit PFLANZEN:

  • Setzen Sie mehr Pflanzen in Ihren Garten, so dass der Boden ganz bedeckt ist und Katzen keinen Platz mehr zum Wühlen finden. Bodendecker machen den Garten für Katzen weniger attraktiv!
  • Schützen Sie Ihre Pflanzen, indem Sie einige bei Katzen sehr beliebte Pflanzen in eine bestimmte Ecke des Gartens pflanzen. Die Katzen besuchen dann ausschließlich diese Ecke und lassen den Rest des Gartens in Ruhe.

Außerdem: Sollte die eigene Katze verschwunden sein, weiß man sofort, wo man suchen muss!

Derartige Pflanzen sind: 

  • Nepeta cataria (Echte Katzenminze)
  • Teucrium marum (ein Lippenblütler)
  • Zierhafer oder anderes langes, weiches Gras
  • Pollen von Alyssum (Steinkräuter)
  • Dianthus deltoides (Heide-Nelke)
  • Sagina (Mastkräuter)
  • Das sogenannte Katzengras.
     
  • Man kann auch Pflanzen in den Garten setzen, die für Katzen unangenehm sind. Vielleicht meiden sie dann Ihren Garten.
    Pflanzen Sie diese Pflanzen an strategischen Stellen in Ihrem Garten. So lassen Sie auch Zaungäste merken, dass sie unerwünscht sind.

Dazu gehören Pflanzen, die einen Zitronengeruch verbreiten, z.B:

  • Geranium macrorrhizum (Balkan-Storchschnabel)
  • Dictamnus (Diptam)
  • Aloysia triphylla (Zitronenstrauch)

Auch Ruta graveolens (Weinraute) hilft bei der Abwehr von Katzen.

Stachlige Sträucher wie Mai- und Feuerdorn an strategischen Stellen gefallen Katzen gar nicht.
Legen Sie deshalb einen Haufen stachliger Zweige an die Stellen, wo Katzen in den Garten eindringen. Sie wählen dann einen anderen Weg. Achten Sie darauf, dass die Katzen sie nicht überspringen können!

Eine etwas rabiatere Lösung zum Schutz gegen den Missbrauch Ihres Gartens als Katzenklo besteht darin, stachlige Zweige zwischen die Pflanzen zu legen. Die Katzen setzen sich nicht gerne dazwischen. Es sieht vielleicht etwas chaotisch aus, hilft Ihnen aber dabei, die unerwünschten Katzenprodukte fernzuhalten. 

Wenn die Katzen bestimmte Stellen beim Besuch Ihres Gartens als Toilette verwenden, so probieren Sie doch einmal die folgenden alten Hausmittel:

  • Pfeffer an Tummelplätzen der Katzen ausstreuen.
  • Einen mit Wasser gefüllten Becher oder Eimer oder den Gartenschlauch bereitlegen. Dies ist eine gute und umweltfreundliche Methode, um Katzen zu verjagen. Natürlich ist es unangenehm für die Tiere, aber lehrreich und effizient.
  • Mottenkugeln entlang der Gartengrenze streuen.
  • Zitronenschalen zwischen die Pflanzen legen.
  • Kaffeesatz streuen.
    • Der stinkende Kaffeesatz klebt an Pfoten und Fell der Katzen. Beim Waschen lecken Sie ihn weg, und das schmeckt fies....
  • Ein ausreichend hoher Zaum um den Garten herum, bei dem sie auch nicht unten durchkriechen können.
  • Stinktieröl
    • Der Apotheker bestellt Ihnen dieses Öl unter der Bedingung, dass sie es sofort nach dem Eintreffen abholen. Es stinkt enorm. Tauchen Sie einige Zweige in das Öl oder streichen Sie es mit einer alten Zahnbürste auf einige Zweige. Die Zahnbürste nicht gleich wegwerfen, denn am nächsten Morgen sehen Sie, dass sie sämtliche Haare verloren hat. Diese Zweige stecken Sie hier und da in den Boden, dann bleiben Hunde und Katzen weg. Auch Stöcke mit im Stinktieröl getränkten Lappen sind möglich. Passen Sie aber auf: Wenn Sie aus Versehen auch nur ein paar Tropfen dieses Stoffs auf die Haut bekommen, machen alle Katzen wochenlang einen großen Bogen um Sie!
  • Kakao-Schalen
    • Diese Schalen helfen gut als Schutz gegen Katzen im Garten. Sie können Katzen jedoch nicht wirklich verjagen. Wohl finden sie es unangenehm, darauf zu laufen. Diese Schalen kann man in Säcken in Gartenzentren oder im Heimwerkergeschäft kaufen. Nach dem Regen werden die Kakao-Schalen zu einer Art Kruste auf dem Boden. Diese Kruste hat dann folgende Eigenschaften:
      • Es macht keinen Spaß, darin zu graben
      • Sie hält Feuchtigkeit fest
      • Unkraut kommt nur schwer hindurch
      • Sie gibt Düngerstoffe an den Boden/die Pflanzen ab
      • Sie sieht ganz passabel aus.

Natürlich gibt es noch andere kommerzielle Mittel gegen Katzen auf dem Markt, aber diese sind nicht zuverlässig genug und funktionieren in nassem Zustand (nach Regen) überhaupt nicht mehr.

Ich hoffe, dass eine dieser tierfreundlichen Methoden dafür sorgt, dass Ihnen beim Arbeiten im Garten in Zukunft unerfreuliche Überraschungen erspart bleiben.

Ich wünsche uns allen ein sorgenloses Jahr im Garten!

#18

Autor: Kurt Vossaert