Anstecksträußchen aus Blumen für Feierlichkeiten (Hochzeit) - Anstecksträußchen fürs Revers

Anstecksträußchen (Corsage) machen:

Ein Anstecksträußchen (Corsage) ist ein Blumengesteck, das am Revers (auf Höhe der Brust an der Kleidung) des Bräutigams angesteckt wird und, das dem Brautstrauß seiner Geliebten entspricht. Derartige Anstecksträußchen gibt es auch für die Familie, die Trauzeugen und die Freunde des Hochzeitspaares. So ein Anstecksträußchen steckt bei Männern am linken Revers mit dem Stiel nach innen.  

Blumengestecke eignen sich nicht allein für Hochzeiten, sondern auch für andere Festtage, oder zum Beispiel als Tischdeko bei Kommunionen oder Jugendweihen. Den Gästen werden sie bestimmt gefallen.  
Bei diesem leicht selbst zu machenden Gesteck (nach dem Ein-Punkt-Prinzip) werden eigentlich auf Draht gesetzte Blumen und Blätter zu einem Miniblumenstrauß zusammengebunden. Dieser Miniblumenstrauß kann auf viele verschiedene Weisen verwendet werden, man legt ihn zu einem Gedeck oder benutzt ihn als eine sehr persönliche Verzierung für eine Geschenkverpackung und eben als Reversschmück für eine Hochzeit, man kann ihn auch ganz einfach auf ein Tischlein oder einen Schrank legen, so verschönern sie die Stube.


Die Blumen werden frisch verarbeitet und können danach trocknen. Man lässt die Blumen kein Wasser aufnehmen, deswegen ist die Wahl des zu verwendenden Pflanzenmaterials sehr wichtig. Indem das Gesteck auf einen Draht gesetzt wird und mit Band umwickelt wird, beugt man einer plötzlichen Verwelkung vor. Alles trocknet sehr langsam ein mit einem schönen Ergebnis, auch als getrockneter Blumenstrauß.

Blumenbindematerialien für ein Ansteckblumensträußchen:

Nichtpflanzliche Materialien:

Grünlackierter Blumendraht von 0,4 bis 0,6 mm Dicke
Wickelband für Frischblumen
Gartenschere - Zange 

Schleifenband, passend zu den Farben der gewählten Blumen
Alle diese Materialien sind erhältlich in spezialisierten Gartengeschäften oder in Hobbyläden.

Pflanzliches Material:

Blätter: Efeu oder Bronzeblatt (3), nicht zu klein!
Blumen: Rose (1) oder Orchidee (1), Schleierkraut (Gypsophila) (1 Ast)
Zusätzliches Grün:  Asparagus (1) Ginster
Beeren: Johanniskraut, Hagebutte

So wird's gemacht:
Samtliches Pflanzenmaterial (Blätter, Blumen, zusätzliches Grün usw. ...) wird Stück für Stück auf dem Blumendraht gezogen. Dazu wird der Draht jeweils in zwei Hälften gefaltet, die die Länge der verschiedenen Pflanzenstiele haben. Zunächst werden der Efeu oder das Bronzeblatt mit dem Draht durchstochen. Der Draht wird duch den Stiel gestochen bis hin zum Blattansatz. Die andere Hälfte des Drahts wird dann um den Stiel (und um den sich darin befindlichen zweiten Teil des Drahtes) gewunden, die mit Daumen und Zeigefinger festgehalten wird.  
So verfahren Sie ebenfalls mit den anderen Pflanzenmaterialien, bis alles auf Draht aufgezogen ist. 

Bei der Rose wird der Draht durch den Fruchtknoten gestochen (=genau unter der Blume) und wiederum genauso wie hieroben umwickelt. 
Jeder Pflanzenteil, der nun auf Draht aufgezogen ist, wird nun mit dem Wickelband umwickelt (dieses Band hält die Blumen länger frisch). Das wird gemacht, indem man so hoch wie möglich ansetzt und so fest wie möglich spannt, damit der Blumendraht überhaupt nicht mehr zu sehen ist.

Jetzt werden die einzelnen Pflanzenmaterialien zusammengebunden zu einem Strauß, dessen Mittelpunkt die Rose bildet (Ein-Punkt-Prinzip). Fangen Sie mit dem Efeu an, danach das Beigrün, das Schleierkraut, die Rose, die Beeren und zum Schluss noch ein wenig Beigrün. Schließlich wird das Ganze mit den anderen Efeublättern umwunden.

Nun werden diese sämtlichen Stiele noch einmal zusammengebunden mit dem Wickelband bis sie ein Ganzes bilden. Mit der Gartenschere schneidet man sie unten auf die gleiche Länge. So können wir dieses kleine Blumengesteck nun in die gewünschte Richtung oder Form beugen, ohne dieses zu beschädigen.

Dieses Anstecksträußchen kann nun mit einer Schleife noch festlicher gestaltet werden. 

Frohe Feiertage und hoffentlich trifft Ihr Tischschmuck den Geschmack Ihrer Gäste!


#33

Autor: Wilfried Van Hecke